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Wir müssen mit anderen Bäumen aufforsten

Waldschäden: CDU-Stadtverband verschafft sich Überblick und will selbst aktiv werden

Beverungen (WB). Die aktuelle Klimadebatte und der damit verbundene Handlungsbedarf hat im CDU-Stadtverband Beverungen dazu geführt, dass man sich zunächst eine Ist-Betrachtung der Situation für Beverungen verschaffen hat. »Zu dieser Faktensammlung gehört natürlich die Überprüfung der politischen Entscheidungen der vergangenen Jahre im Hinblick auf die energetische Einsparung«, heißt es von der CDU. Zusammen mit dem Försterehepaar Wolff hat man deshalb den Beverunger Stadtwald besucht, der einen erheblichen Wert in der Bilanz der Stadt hat. »Leider mussten wir vor Ort feststellen, dass es durch Klimaund Witterungsveränderungen der vergangenen Jahre zu erheblichen Windfall- und Borkenkäferschäden im Bestand gekommen ist.« Die CDU-Mitglieder haben sich einen Eindruck von den Schäden verschafft, aber auch gleichzeitig die Aufforstungsbemühungen des Försters auf Zukunftsfähigkeit hinterfragt. »Die Niederschlagsmindermengen sorgen für immer trockene Sommer und somit müssen wir Aufforstungen mit veränderten Baumsorten vornehmen«, erläuterte Förster Matthias Wolff. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei diese Entwicklung ein Desaster. Ratsherr Günter Weskamp: »Wir nehmen zwar viel Geld ein, die Aufforstung fordert aber diese Summen über Jahre wieder ein, so dass mit dem Wald in den nächsten zehn bis 20 Jahren kaum wirtschaftlicher Ertrag zu erzielen ist.« Letztendlich konnten sich alle Beteiligten davon überzeugen, dass die Aufforstung und damit die nachhaltige Nutzung des Waldes derzeit gegeben ist. »Sollte es weiter so trocken bleiben, werden wir allerdings auch Bestände der Buche verlieren«, sagte Förster Wolff. »Der Buchenborkenkäfer ist in einzelnen Beständen angekommen und lässt das Buchenholz wertlos werden, wenn wir nicht schnell nach der Infektion eingreifen.« Im Bereich des Selsberges gibt es Flächen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht aufgeforstet werden können. Mit diesem Bereich will sich der CDU-Stadtverband jetzt näher befassen und versuchen, eine Lösung zu finden. »Wir könnten mit Helfern die Sicherung des Hanges übernehmen und Bäume pflanzen. Dieses Projekt wäre ein sinnvoller Weg zur zukünftigen Neuausrichtung eines klimaveränderten Waldbestandes.« Im Anschluss an den Waldrundgang besuchten die Kommunalpolitiker den Imker Andreas Groffmann, der insgesamt sieben Bienenvölker und eine Königinnenaufzucht betreibt. Auch er berichtete von Veränderungen an Futterpflanzen und von zu trockenen Sommern. Allerdings habe er durch die Kastanien und weitere große Bäume, die am Weserradweg wachsen, eine stetige Nahrungsquelle für die etwa 350.000 Bienen. Auch hier stellte sich die Frage, was die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung tun könnten, um die Wildbienen, die Honigbienen und die sonstigen Insekten zu unterstützen. Hier stellte Andreas Groffmann klar: »Wer zum Beispiel kleine Flächen mit Blütenbewuchs ausstattet, hilft den Insekten mit diesen Futterflächen sehr.« »Der Rat ist uns als CDU-Stadtverband viel wert und wir werden hier entsprechendes Handeln in unsere Entscheidungen einfließen lassen«, resümierte Stephan Böker als Stadtverbandsvorsitzender. 

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Artikel erschienen in Westfalen-Blatt vom 04.07.2019

 

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